10
Jun
2017
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Negatives Denken ist eine Volkskrankheit

Ist negatives Denken schon eine Volkskrankheit?

Es gibt so einige Möglichkeiten, wie man durchs Leben gehen kann.

Du kannst Dir das Leben und die Zukunft in den schönsten Farben ausmalen und neugierig auf alle Herausforderungen zugehen.

Oder Du kannst alles Neue von vornherein ablehnen und Dir selbst verbieten, über Deinen eigenen Horizont hinaus zu denken.

Okay, dazwischen gibt es auch noch so einiges, aber negatives Denken scheint dennoch inzwischen sehr weit verbreitet zu sein.

Wir haben heute mehr Möglichkeiten als je zuvor. Wir können mehr tun, erleben und bewirken als je zuvor.

Und was machen wir? Wir nutzen die Möglichkeiten nicht, sondern reden sie uns gleich schlecht.

Aber nicht nur wir reden uns die Dinge schlecht, auch die Menschen um uns herum tun das. Für einige scheint es sogar das schönste Hobby zu sein.

Negatives Denken lässt keine schöne Zukunft entstehen

Vor ein paar Tagen las ich einen Beitrag in einer Facebook-Gruppe, der mich wirklich nachdenklich gestimmt hat.

Eine junge Frau hatte dort ihre Idee beschrieben, wie man alten und ungewollten Hunden ebenso helfen könnte, wie Menschen mit Handicap und anderen Krankheiten.

Es war eine schöne Idee – noch nicht ausgereift und sehr vage formuliert, aber wirklich toll. Innerlich beglückwünschte ich die Frau schon.

Gleich darunter stand dann allerdings: Na ja, aber das ist ja eh nur ein Traum, das kann ja gar nicht klappen. Wie sollte ich so etwas auch auf die Beine stellen können. Ich hab kein Geld dafür und da will sicher auch keiner unterstützen.

Eine negative Grundstimmung im Denken ist eine Kriegserklärung an das Leben, die ihre fanatischen Anhänger nie mehr in Frieden läßt.
(Ernst Ferstl)

Und darunter kamen dann die Kommentare, die sicherlich auch noch das letzte bisschen Hoffnung zunichte gemacht haben. Die junge Frau wurde in allen nur erdenklichen Worten darin bestätigt, dass sie das ja nie verwirklichen könnte.

Das war negatives Denken in Hülle und Fülle und ich konnte nur den Kopf schütteln.

Aufmunternde Worte meinerseits wurden dann auch von der Masse wieder niedergeredet und so gab ich dann auf.

Wenn Du nicht an Dich glaubst, tut es keiner

Ich bin auch kein Mensch, der denkt, dass einfach alles möglich ist. Das Leben hat mir gezeigt: Ich kann einiges erreichen, aber nicht alles.

Das ist auch vollkommen okay so. Es heißt aber auch nicht, dass ich Dinge nicht trotzdem angehe oder zumindest nach Möglichkeiten suche, einen ersten Schritt zu machen.

Ja, die Vision, die diese junge Frau hatte, war richtig groß und sicherlich nicht einfach in der Umsetzung. Neben dem finanziellen Aufwand wäre sicherlich auch die Bürokratie nicht ohne gewesen.

Aber warum schon aufgeben, bevor man sich überhaupt traut, die Idee weiter auszuschmücken?

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.
(Henry Ford)

Wenn ich durch negatives Denken gleich jeden Impuls im Keim ersticke, wie kann ich dann vorwärts gehen?

Und vor allem: Welches Selbstbild habe ich, wenn ich mir jede Idee gleich selbst schlecht rede, wenn ich mir nichts zutraue?

Es ist auf jeden Fall kein gutes Bild. Und wenn ich es habe, strahle ich es auch aus und muss in Kauf nehmen, das andere mich auch so sehen.

Träume spinnen erstickt negatives Denken

Ich liebe es, mir manchmal die verrücktesten Dinge auszumalen, die ich erleben oder erreichen möchte.

Einige Dinge haben andere schon erreicht und fanden es vielleicht gar nicht schwer. Für anderes würde mir jeder den Vogel zeigen.

Aber weißt Du was? Das ist völlig okay. Träume dürfen wirr und verrückt sein.

Noch besser als Träume sind jedoch Visionen. Diese übergeordneten Ziele, die am besten so unerreichbar erscheinen, dass wir schon beim Gedanken daran nach Luft schnappen.

Diese Visionen können nicht nur unheimlich groß sein, sie sollen es sogar.

Denke nur mal an Elon Musk, den Tesla-Gründer. Seine Vision ist es, die Menschen auf dem Mars anzusiedeln. Völlig verrückt, oder? Wie soll ein Mensch das schaffen?

Tja, das weiß Mr. Musk sicher auch noch nicht im Detail, aber er hat erstmal damit angefangen, Raketen ins All zu schicken und geht nun Schritt für Schritt weiter.

Auf dem Weg ist schon viel schief gelaufen und es wird auch noch viel mehr daneben gehen.

Aber das hält Elon Musk nicht von seiner Vision ab. Er lässt negatives Denken nicht zu, sondern sucht einfach nach Möglichkeiten.

Hast Du eine Vision?

Nicht jeder muss eine solche Vision haben. Das möchte ich damit gar nicht ausdrücken.

Wenn es Dein größter Traum ist, ein hübsches Haus zu besitzen, ist das für Dich vielleicht auch groß und noch nicht gleich erreichbar.

Wenn Du eine Weltreise machen möchtest, weißt Du sicher auch noch nicht, wie Du das finanzieren sollst.

Es gibt bei jedem Traum, jeder Vision viele offene Fragen und noch mehr, was schief gehen kann.

Wer keine Visionen hat, denkt zu viel
(Ute Lauterbach)

Wichtig ist nur, dass Du Dich nicht selbst ausbremst, bevor Du überhaupt den ersten Schritt gemacht hast.

Negatives Denken zieht negative Ergebnisse an wie ein Magnet. Wer denkt, er könnte etwas nicht schaffen, wird es auch nicht hinbekommen.

Wer jedoch eine Portion Optimismus mitbringt, probiert es zumindest und sieht auch Chancen, die anderen verborgen bleiben.

Foto via unsplash

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